Die JVA Münster blickt auf eine lange und aus heutiger Sicht sicher nicht immer rühmliche Vergangenheit zurück. Informationen zur Geschichte der Anstalt finden Sie am Ende der Seite. 

Heute arbeiten wir in der ältesten Justizvollzugsanstalt Nordrhein-Westfalens und der zweitältesten bundesweit, wobei deren Nutzung im Juli 2016 fast ein jähes Ende fand, als der gesamte Sternbau im Inneren des umwehrten Geländes aufgrund statischer Probleme evakuiert werden musste. Über 500 Gefangene wurden innerhalb von 48 Stunden auf andere Anstalten in Nordrhein-Westfalen verteilt. Lediglich 34 Strafgefangene verblieben in einem statisch unbedenklichen Nebengebäude. Durch einen glücklichen Umstand gelang es zudem, das Pädagogische Zentrum der Justizvollzugsanstalt Münster in ein zu dem Zeitpunkt leerstehendes Gebäude der Justizvollzugsanstalt Werl zu verlagern. 

Mittlerweile sind in der Gartenstraße wieder rund 140 Untersuchungshäftlinge und 76 Strafgefangene untergebracht, wobei der größte Teil des ehemaligen Haftbereiches weiterhin gesperrt bleibt. Weitere 44 Untersuchungsgefangene sind in der Ende 2015 bereits geschlossenen und anlässlich der Teilevakuierung der Hauptanstalt kurzfristig reaktivierten Zweiganstalt Coesfeld untergebracht. 

Die Zukunft der Justizvollzugsanstalt Münster wird aktuell neu geschrieben. Die in die Jahre gekommene Anstalt wird durch einen modernen Neubau am Stadtrand ersetzt werden. Gemeinsam mit dem Ministerium der Justiz und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen widmen wir uns in den nächsten Jahren der Realisierung dieses ambitionierten Projekts, ohne dabei die Arbeit mit den uns anvertrauten Inhaftierten am derzeitigen Standort zu vernachlässigen.